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16.07.2019

Geimeinsame Freisprechungsfeier des Kreises Warendorf


Gruppenfoto der Absolventen der Friseur-Innung Warendorf

v.l.n.r. KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner, Anlagenmechanikerin sowie Model Sandra Hunke, Obermeister Ulrich Saamen, Innungsbeste Laura Büst, Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann

Gruppenfoto der Absolventen aller vier Gewerke

KH-Geschäftsführer Frank Tischner und Anlagenmechanikerin sowie Model Sandra Hunke

Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann

Die Bäcker-, Bau-, Friseur- sowie Maler- und Lackierer-Innung Warendorf hatten gemeinsam die neuen Gesellinnen und Gesellen zur Freisprechungsfeier in das „Seasons“ im Vierjahreszeiten-Park in Oelde eingeladen. Nach vielen Jahren separater Freisprechungsfeiern der Innungen war die gemeinsame Feier quasi eine Premiere für die Innungen und die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf (KH), die die Feier organisiert hatte. Zusammen mit Vertretern der Innungsvorstände und der Prüfungsausschüsse hießen Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann und KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner die erfolgreichen Prüfungsabsolventen und deren Begleitung herzlich willkommen.

In seiner Freisprechungsrede verwies Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann auf das Spannungsfeld zwischen jahrhundertealter Tradition und vielfältigen Zukunftschancen, in dem sich das Handwerk bewegt. So begehe man den mittelalterlichen Brauch der Freisprechung, in dem die Gesellen von den Bindungen des Lehrvertrages „freigesprochen“ werden. Gefeiert werde aber auch, so Lohmann, das Ende der Ausbildung in modernen, anspruchsvollen und zukunftssicheren Berufen. Die Handwerkslehre habe die Basis für viele weitere berufliche Wege geschaffen und das sei gut so. „In der heutigen Berufswelt gibt es schon lange nicht mehr ein ‚Entweder – Oder‘, sondern oftmals ein ‚Sowohl als auch‘, erklärte der Kreishandwerksmeister, der damit zu Sandra Hunke, dem Gast der Freisprechungsfeier, überleitete, die im Gespräch mit KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner erzählte, warum sie – so der Titel des Gesprächs – sich nicht zwischen Blaumann oder Blümchenkleid entscheiden will.

Was eine junge hübsche Frau und eine erfolgreiche Berufslaufbahn im Handwerk gemeinsam haben, verkörpert wohl kaum jemand so gut wie Sandra Hunke. Die Anlagenmechanikerin im SHK-Handwerk tauscht regelmäßig ihre Handwerkskluft gegen Designer-Mode und läuft auf bekannten Schauen, zum Beispiel der Berliner Fashion Week. Im Gespräch mit Frank Tischner bekannte sich die 27-Jährige, die das Gesicht der Imagekampagne des Deutschen Handwerks ist, klar zu ihrem Ausbildungsberuf. „Mein Herz schlägt für das Handwerk. Und ich bin glücklich, dass ich meinen Handwerksberuf und das Modeln miteinander vereinbaren kann.“ Man konnte sich Sandra Hunke gut in einem Blaumann vorstellen, auch wenn sie wegen des feierlichen Anlasses in Oelde das Blümchenkleid wählte.

Gefeiert wurden alle erfolgreichen Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen in den vier Innungen, indem sie das Prüfungszeugnis aus der Hand der Innungsobermeister entgegennahmen. Eine besondere Anerkennung wurde zudem den Innungsbesten zuteil. Als Innungsbeste werden nur diejenigen geehrt, die sowohl in der praktischen wie auch theoretischen Prüfung mindestens die Note „Gut“ erzielt und im Vergleich der Winter- und Sommerprüfungsergebnisse die höchste Punktzahl erreicht hatten. Diese Hürde konnten die Friseurin Laura Büst aus Ostbevern, die ihre Ausbildung im Salon Stephan Winkels in Ostbevern absolviert hatte, sowie der Maurer Hannes Meier aus Warendorf, der in der Firma Meierhoff Bau GmbH & Co. KG in Everswinkel gelernt hatte, mit Bravour nehmen. Sie wurden von den Innungsobermeistern Ulrich Saamen (Friseur) und Martin Hagemeier (Bau) mit einer Urkunde und einem Präsent der Innung geehrt. Nur 1,27 Punkte trennten Abdulbaset Al Masri vom Titel des Innungsbesten der Bau-Innung. „Sieger sind Sie dennoch“, befand Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann, denn der Syrer Al Masri hat nicht nur mit seiner sehr guten Gesellenprüfung gepunktet, sondern auch bei Sprachkompetenz und Integrationswillen. Deshalb gab es für ihn – außerhalb des Reglements – als Anerkennung ein Präsent, das ihm Kreishandwerksmeister und KH-Hauptgeschäftsführer überreichten.


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